Pressemitteilung: Kunst- und Kulturverein Erbendorf
Ein Kulturzentrum für Erbendorf – und plötzlich alles in Gefahr
Der Kunst- und Kulturverein Erbendorf hat in den vergangenen neun Monaten intensiv daran gearbeitet, eine Fraktionsinitiative des Bayerischen Landtags für unsere Stadt zu gewinnen. Mit großem ehrenamtlichem Einsatz, vielen Gesprächen und unzähligen Arbeitsstunden ist es uns gelungen, 275.000 Euro Fördermittel nach Erbendorf zu holen – diese Woche erst kam der langersehnte Bescheid.
Viele hatten dieses Vorhaben anfangs für unmöglich gehalten. Umso mehr freuen wir uns, dass wir gemeinsam zeigen konnten: Wenn Menschen für ihre Stadt kämpfen, kann auch scheinbar Unmögliches Realität werden. Unser Ziel war und ist klar: ein öffentliches, ehrenamtlich getragenes Kulturzentrum im Herzen von Erbendorf, das allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt – ein Ort für Veranstaltungen, Begegnungen, Kunst und Kultur und eine nachhaltige Bereicherung für unseren Stadtkern.
Nach sehr positiven Gesprächen mit der Eigentümerin sowie der finanzierenden Bank haben wir jeweils die mündliche Zusage für ein gemeinnütziges Kunst und Kulturhaus erhalten. Damit steht dem nächsten Schritt für dieses wichtige Projekt eigentlich nichts im Wege – es geht nur noch um die Formalitäten, die vor Förderzusage nicht abegschlossen werden durften.
Umso mehr überrascht uns die aktuelle Situation: In einem aktuellen Online-Bericht wird nun behauptet, dass das betreffende Gebäude schon einen anderen Zweck erfüllen soll. Gleichzeitig sind dort auch bekannte Persönlichkeiten aus Erbendorf zu sehen, die in diesem Zusammenhang zwar als Unternehmer auftreten, aber derzeit auch andere „Interessen“ haben. Diese Darstellung entsteht ausgerechnet in einer Phase, in der viele Bürgerinnen und Bürger besonders aufmerksam auf Entwicklungen in unserer Stadt blicken.
Besonders erstaunlich ist dies auch deshalb, weil alle Fraktionssprecher des aktuellen Stadtrats bereits bei uns im Vereinsheim geladen waren und ausführlich über unsere Pläne informiert wurden. Unser Projekt und unsere Absichten waren also bekannt. Umso enttäuschender ist es zu sehen, dass persönliche Einzelinteressen nun wichtiger sind als das Allgemeinwohl. Auch Ehrlichkeit, Offenheit und ein „Gemeinsam“ scheint vergessen. Dies bedauern wir sehr.
Unser Verein wollte sich stets bewusst aus solchen Auseinandersetzungen heraushalten. Da unser Projekt nun jedoch zunehmend öffentlich diskutiert wird, sehen wir uns veranlasst, die Situation transparent darzustellen.
Das wirft für uns und für viele Bürgerinnen und Bürger einige Fragen auf:
- Warum entsteht öffentlich der Eindruck, ein Gebäude sei bereits verkauft, obwohl noch kein notarieller Kaufvertrag unterzeichnet wurde?
- Weshalb werden Informationen verbreitet, bevor verbindliche Fakten geschaffen wurden?
- Und wem nützt es, wenn ein ehrenamtlich initiiertes Projekt für die Stadt plötzlich in einem ganz anderen Kontext dargestellt wird?
Der Kunst- und Kulturverein Erbendorf hat dieses Projekt nicht für einzelne Interessen, sondern für die Menschen unserer Stadt angestoßen. Wir arbeiten transparent, ehrenamtlich und mit dem klaren Ziel, Erbendorf kulturell zu stärken und den Stadtkern zu beleben.
Wir haben die Zusage der Eigentümerin sowie der finanzierenden Bank und haben stets offen über unsere Pläne informiert. Umso wichtiger ist es jetzt, dass Fakten und Verantwortung über vorschnelle öffentliche Darstellungen gestellt werden.
Wir sind überzeugt: Erbendorf verdient ehrliche Projekte für seine Zukunft – getragen von Engagement, Offenheit und Respekt gegenüber dem ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen.
Der Kunst- und Kulturverein Erbendorf wird weiterhin alles daransetzen, diesen Traum eines offenen Kulturzentrums für unsere Stadt zu verwirklichen.
Für Rückfragen:
Kunst- und Kulturverein Erbendorf – info@kukuve.org
